Haus ChâteauRenaud
Ergänzt anhand von Originaldokumenten aus
dem Freimaurer-Archiv des Grand Orient de France, Bibliothèque Nationale de
France, Paris, unter Rémy (Saint), Cabinet des Titres, Carrés d’Hozier, FR
30762 S.140.
Renaud, ancienne noblesse de la ville d’Arles, en Provence,
où elle a tenu, de tous temps, un des premiers rangs, et établie aujourd’hui à
Salon, où elle fait sa résidence, à cause du voisinage de la Terre d’Alein,
qu’elle posiède depuis le XV. siècle.
Der legendäre Begründer des Hauses Renaud
war ein Merowinger:
Prinz Renaud war der jüngste Sohn
(geb. um 720 n.Chr.) des Aymon, Comte de Dordogne, Bruder des Duc Eudo du Aquitania. Prinz Renaud, Comte de Dordogne, alias
Waifar von Aquitanien, kämpfte 30 Jahre lang für die Unabhängigkeit von
Aquitanien gegen Karl Martell bis zu Karl dem Großen, der den Frieden erzwang,
als er Renauds Familie als Geiseln nahm. Prinz Renaud verzichtete auf seine
Thronrechte und kaufte damit seine Familie frei. Als Karl der Große ihn für tot
erklären ließ, zog sich Renaud als einfacher Mönch in die Benediktiner-Abtei
St. Peter von Köln zurück. Von Bauarbeitern erschlagen, wurde seine letzte
Ruhestätte die Kirche St. Reinoldi von Dortmund. Dort erhob sich damals eine
Merowinger- Residenz. Bis heute wird der sonderbare Heilige mit dem
Schwert als St. Reinoldus und Stadtpatron von Dortmund verehrt.
Alein, (Hugues de Louvain), vom Terre d’Alein
in der Provence,
(geb. um 985-1015 n.Chr.), war der Vater von Eustache I de Boulogne,
(Parzival) genannt. Aleins Vetter Angelram de Ponthieu erschlug Alein aus
Eifersucht und heiratete 1015 dessen schöne Witwe Angelvie, eine Merowingerprinzessin.
Siehe auch Robert de Boron >>Roman de l'estoire del Graal.<<, um
1190 n. Chr.,
der enthüllt, dass Parzifal der Sohn von Alein war, dem Erben und Gralshüter.
Eustache I, de
Boulogne (um 1004-1049), Parzival, der Sohn der Witwe, erbte 1033
die
väterliche Grafschaft Boulogne (keltisch), und von mütterlicher Seite her das
Merowingerblut. Er wurde d’ OEil genannt, denn er hütete das smaragdene
Auge, das ihm aus der Geschlechterkette der Merowinger zugefallen war. Mit ihm
beginnt die veröffentlichte Gralslegende. Eustache I de Boulogne heiratete
Mathilde (Mahaut de Louvain, geb. 1006) von Löwen und Brüssel, eine Merowingerprinzessin.
Eustache II de Boulogne (um
1020-1095),
Lohengrin, Sohn des Parzival, der Schwanenritter (der Schwan war das
Wappen des Hauses Boulogne), heiratete in I. Ehe 1036 Goda (gest. 1049),
Dynastie Wessex,
die
Schwester
des angelsächsischen Königs Edward der Bekenner (Edouard le Confesseur), der
alles
versprach,
aber
nie
sein Wort hielt. EUSTATIVS ist auf dem Teppich von Bayeux eingewebt. In II. glücklicher
Ehe heiratete er
1051
Ida,
Herzogin
von
Brabant
(Lothringen),
die Elsa der Gralslegende. Ida war die Tochter des Herzogs
von Niederlothringen, Gottfried der Bärtige (Godefroid II) genannt. Er heiratet
in
II.
Ehe
Beatrix, die Tochter des Herzogs von Oberlothringen, Witwe des Grafen Bonifacio
di
Modena. Die Tochter der Beatrix war Mathilde von Tuscien, Prinzessin de Briey.
Ihr natürlicher Sohn war Renaud der Templer.
Die Söhne von Eustache II sind: Guillaume, Eustache,
Baudouin, Gottfried
Guillaume (um 1053 geb., außerehelich)
eigene Herrschaft, (Dauphiné)
Eustache III de Boulogne
(1057-nach
1125), Ehe mit Maria von Schottland, (Marie d'Écosse, gest. 1116) Tochter des
Keltenkönig
Malcolm III. Eine Tochter, Mathilde I de
Boulogne (1105-1152).
Baudouin I (1058-1118, ermordert) Fürst von Edessa (adoptiert von Tafroc du Taurus)
2.christlicher König
von
Jerusalem, keine Kinder. 1. Ehe 1096-97 mit Dame de Conches, 2. Ehe 1100-1117
(nicht geschieden) mit Arda du Taurus, 3. ungültige Ehe (1113-1117) mit Adelaide
de Savone.
Gottfried de Bouillon (1061-1100,
ermordet) Prince de Stenay, adoptiert vom Herzog von Niederlothringen und
Brabant,
1. Christlicher König von Jerusalem. Keine Kinder.
Renaud der Templer Graf au
Briey (1076-1149) der natürliche Sohn der Mathilde von Tuscien
und Papst Gregor VII. Renaud war der ungenannte 7. Ritter des Templerordens.
Er wurde für toterklärt und sein Name in den Christlichen
Annalen
ausgelöscht,
weil
er
als Emir Mu'in ad-Din Anar, Regent von Damaskus, den II. Kreuzzug zum Scheitern
brachte.
Mathilde I, Erbgräfin de Boulogne (1105-1168), heiratete Stephan de Blois, von 1135-1154 König von England. Tochter Mathilde de Blois erbte
Flandern, der Sohn Eustache IV de Boulogne, Huntington (1133-1153), Mitkönig
von England, verstarb vor seinem Vater. Enkelin
Ida (die wilde Ida) erbte die Grafschaft Boulogne.
Die wilde Ida de Boulogne (1162-1221) Ide de
Lorrain, ist der Kulminationspunkt der Gralslegende. Ihre Eltern waren Matthieu
de Lorraine (1140-1173) und Marie de Blois. Der Bruder ihres Vaters, Philipp
Comte de
Flandre et de Alsac war der Auftraggeber der Gralsgeschichte des Chrétien de
Troyes. Der Graf von Flandern wies ihn an, die Geschichte des Hauses Renaud de
Boulogne literarisch umzusetzen. Chrétien machte aus dem Gral, dem smaragdenen
Auge (L’OEil genannt) aus sumerischer Zeit, die christliche Blutschale.
Da das Haus Boulogne im Mannesstamm erloschen war, heiratete die wilde
Ida 1187 Renaud de Dammartin (den Enkel von Renaud
dem Templer) und verband ihre und seine Provinzen zum Fürstentum des Renaud I
de Boulogne.
Fouquét de Renaud
d’Arles, Volksheld, kam mit Boso, Markgraf der Provence, nach
Arles. Podesta (Statthalter) ab 1212.
Pierre I de Renaud, Seigneur d’Arles bis 1258.
Noble Raimond de Renaud,
fils de noble Pierre de Renaud. 1246 contract de mariage accordé le 1.de Juin
1246 avec noble Bertrand de St. Bonnet, fille de noble Raimond de St. Bonnet.
Hugues-Pierre II de Renaud, Seigneur d’Arles.
Ende des 13. Jahrhunderts. Zwei Söhne:
Pierre, der Erbe: Raimond.
Pierre III de Renaud,
qualifié d’ Damoiseau (Knappe)
1. Ehe 20.Nov. 1304 mit Adalasie d’Aiguerres. 2 Söhne Raimund und Pierre. 2. Ehe 1320mit
Cécile d’Arlatan, Tochter von Geoffroy d’Arlatan. 5 Kinder: Guillaume (Erbe), geb. um 1321.
Jeanot, ab 1337 Chevalier de l’Ordre de l’ Hospital de St. Jean de Jérusalem.
Jacques, Bertrand, Cécile. Die fünf Kinder dieser Ehe machten Erbvergleich
mit den Kindern aus 1.Ehe.
Guillaume de Renaud, der Erbe. 1348
Ehe mit Alasie d’Aurelle d’Arles, Tochter von Pierre, Damoiseau de la Ville
d’Arles.
Jacques I. de Renaud 13. Januar 1395 Ehe mit Marguerite d’Isnard,
Familie Algoult, Sault. Wappenfigur: Loup
(Wolf). Isnard war
der Großinquisitor von Frankreich.
Jacques II de Renaud d’Alein.
Ehe am 15. Januar 1444 mit Marthe de Porcellets, Tochter von Bertrand, Seigneur de Fos und Jeanne
d’Arlatan. Testament 13. Mai 1459.
Nicolas de Renaud,
Seigneur d’Alein,
geb. um 1450. Botschafter von König Charles VIII in Rom bis 1527. Ehe 1503 mit
Marguerite de Quiqueran de Beaujeau. Testament 12. Januar 1522 de noble Nicolas
de Renaud. Erbe ist sein Sohn Jacques d’Alleins, Weitere Söhne sind Jean
de St.Rémy und Pierre des Landes.
Jacques III de Renaud d’Alein, d’Aurons,
d’Aix
Bürger d’Arles. Notar und Rechtsgelehrter
von Rang. Verteidiger der Waldenser in einem langen Prozess, den er solange aufhielt,
so dass er Tausenden zur Flucht verhalf. Ehe 1527, Blanche d’Urre, Tochter von Claude, Seigneur du Puy
de St.Martin de Monteil-Grignan. Ihre vier Kinder, hochgebildet, beherrschen drei
Fremdsprachen, hebräisch, griechisch und lateinisch. Mit Testament verfügte Jacques III am
6. Dezember 1549, dass Robert sein Erbe von Alleins sei. Seinem Freund
Calvin vertraute er die Erziehung seines Sohns Robert an. Tod am 24. Dez.
1550. Seine Witwe Blanche erbte 1557 Alleins und übertrug den Besitz an Pierre
des Landes. Am 18.Okt.1587 setzte sie ihren Sohn Jean de Renaud
zum Haupterben ein, der 1591 Alleins erbt.
Jean de Renaud de St Rémy
Gouverneur von
Grandville Lehnsherr von St.Rémy-de-Provence, unter Kommando des Herzogs de
Guise (der den 1. Hugenottenkrieg
veranlasste). Verkappter Hugenotte, während er im Dienst von König Henry II,
dem Ehemann der Katharina di Medici, stand. Beteiligt im Wald von Chateau-Renault
im März 1560 am Adelsaufstand von Amboise, als Hugenotten versuchten, den
sechzehnjährigen Thronfolger Charles auf ihre Seite zu ziehen. Jean setzte sein
Geschlecht, um es zu schützen, in der Dauphiné unter dem Namen de Reynaud
fort. Jeans Ehefrau bestritt die Toderklärung mehrfach vor Gericht und gab erst
Ruhe, als der Gerichtspräsident Loys de Puget (Johanniter) sie heiratete.
Tochter Sybille, Ehe mit Francois de Grimaud, Sohn von Pierre de
Grimaldi, Baron de Beuil, und die Tochter Marguerite heiratete Honoré de
Bourilhon, Lehnsherr von Aspremont, Nizza.
Pierre de Renaud Sieur des Landes
Lehnsherr von St. Tropez, Bruder
von Jacques und in sein Erbe. Lässt1560 ein Epitaph in der Grabkapelle Jean Renaud
de St. Martin de St. Rémy anbringen und öffentlich seinen Bruder Jean für
tot erklären. Man
habe erfahren, der Feldherr sei bereits 1557 in der Schlacht von St. Quentin
gefallen. Mit der öffentlichen Erklärung rettete er den Ruf und das
Familienvermögen vor der Konfiskation. Aus dem Erbe von Jean fielen ihm die
Gutsherrschaften von Antibes, Cannes und Loubet zu.
Robert de Renaud, Sieur d’Alleins Studierte bei Calvin und
Baduel in Lausanne und Genf, heiratete am 8.Januar 1557 mit Ehekontrakt. (Name
der Frau nicht genannt).
Jean de Renaud, sein jüngerer Bruder, Jean de Rodos
de Rodesia um 1529 geb., Ordensritter des Königs ab 1570,
Capitaine eines Reiterregiments, heiratete am 29. September 1575 Madeleine de
Castillon, Tochter von Pierre, Seigneur de Beynes und der Louise de
Castellane-Laval. Ab 1591 Erbe von d’Alleins. Seine beiden Schwestern heiraten
ins Haus de Varadier, Arles ein. Sohn François ist der Erbe.
François de Renaud, Seigneur d’Alleins,
d’Aurons, de Lamanon,
Geboren um 1576 I. Konsul d’Aix, 1. Staatsanwalt
der Provence
ab 1623. Heiratete in I. Ehe am 17. Januar 1607 Jeanne
de Porcelet, Tochter von Robert, Seigneur de Fos und der Catherine de
Forbin-Soliers, Dame de Fos. Sohn André aus erster Ehe ist der Erbfolger.
Sohn Jean aus der zweiten Ehe des Francois, am 25. Mai
1637, mit Thérèse de Tamarlet, Tochter von César de Cadenet de la Tour, Seigneur
de Tamarlet et de Tournefort, wird aus Religionsgründen mit königlichem Dekret
aus der Liste des Adels gelöscht. Francois setzt in seinem Testament vom 27.
Juni 1657 seinen Enkel César als Universalerben ein.
César wird 1565 mit Dekret offiziell bestätigt: "Er bleibt in der Noblesse".
André de Renaud, Seigneur d’Alleins, d’Aurons de Lamanon et de Fos
Geboren um 1608, der Erbe.
Sein Bruder ist Capitaine Jean der Renaud, der "Hugenottengeneral", der Enterbte.
Universalerbe ist César, sein Sohn, der Enkel von François.
Jean de Renaud d’Alleins alias Jean de Reynaud
geboren um 1638, der Enterbte, wurde Hugenottengeneral genannt,
Sohn aus der 2. Ehe des Francois, Ausbildung in der Militärresidenz
von Salon-de-Provence. Capitaine eines Reiterregiments, schlug sich während
der Aufstände der Fronde (bis 1654) auf die Seite des Hugenottenprinzen Condé (der
Große Condé, Louis II Bourbon) der, als Vaterlandsverräter zum Tode verurteilt,
1659 rehabiliert wurde. Jean entzog sich der Verfolgung und ist in den Akten
der Mairie von Orpierre, Dauphiné, als Jean der Reynaud verzeichnet. Der verfemte
Hugenotte verlor sein Erbe. César wurde 1565 offiziell bestätigt, er bleibt
in der Noblesse. Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes
(1685) war Capitaine Jean de Reynaud 13 Jahre lang auf der Flucht und
emigrierte mit seinem Sohn Jean (geb.1683) über die
Schweiz nach Baden-Württemberg und begründete den hugenottischen Zweig
des Hauses Renaud d’Alleins ab 1699 in Deutschland.
Jean de Reynaud wird zu Jean Renaud.
Geboren 1683. Mit ihm beginnt der hugenottische
Zweig des Hauses Renaud d´Alleins ab 1699 in Deutschland.
César de Renaud I. Marquis d’Alleins, d’Aurons,
de Lamanon et de Fos, usw.
Geburtsjahr nicht verzeichnet. 1.Konsul
von Aix ab 23.Juni 1673, 1. Staatsanwalt der Provence ab 1684. 1685 wird
Alleins zur Markgrafschaft erhoben. Aktenvermerk im Freimauerarchiv Paris des Grand Orient de France unter Rémy
(Saint) Cabinet des Titres Carres d’Hozier, FR 30762):
César de Renaud, Seigneur d’Alleins, de Aurons, de Lamanon et de Fos bleibt in der Noblesse. Wahrscheinlich in dem
hier nicht erwähnten, sachlichen Zusammenhang, dass der Hugenotte Jean
de Renaud, aus der Noblesse ausgestoßen
worden war. Es
heißt weiter: Terre d’ Alein wird Marquisat... César de Renaud und mit
ihm ausdrücklich Jean de Renaud, der sein Ur-Ur-Urahne war
und von König Charles IX geehrt worden ist. Und zwar hat der König
sie mit Titel und Orden versehen.I. Ehe mit Laurence de Castelane,
Tochter des Marquis, keine Kinder. II. Ehe 20. November 1678 mit Françoise-Cécile de Roux
de Bonneval, Tochter des Generalleutnant der Admiralität von Marseille, und
der Lucrèce de Valbelle–Montfuron. Die 7 Kinder der II. Ehe waren: Philippe-Emmanuelle,
der Erbe. Taufe
am 20. September 1680; Louis, Chevalier de St. Louis, Commandant
du 2. Bataillon du Régiment Dauphin ; François-Emmanuelle,
Officier; François, Major du Régiment de Flandre ; Joseph,
Capitaine de Dragons; Antoine, Officier dans le Régiment Dauphin, Louis-Philippe-August,
Major du Régiment Dauphin, Infanterie.
Philippe-Emmanuelle de Renaud,
II. Marquis d’Alleins usw. heiratete im Oktober 1722 Anne de
Milan, Tochter des Seigneurs de Cornillon. Drei Kinder: Jean-François-César;
der Erbe, François-Emmanuelle, Officier; eine Tochter, Nonne im
Kloster Aix.
Jean-François César de Renaud III. Marquis d’Alleins usw. heiratete am 11. April 1742 Marguerite-Barbe de Cabanes, einzige Tochter und Erbin von Balthasar-Melchior Baron de Viens und der Marie-Barbe d`Archias de Sablière. Drei Söhne, eine Tochter. Der Tod des III.Marquis (wann? Wo?) ist nicht verzeichnet, möglicherweise in Südamerika verschollen. Nach Auskunft der Mairie d`Alleins-en-Provence emigrierten die drei Söhne und die Tochter 1790 über Savoie in die Schweiz.